Jörg Benne

Autor für Phantastische Romane und Spielbücher

11
Mai

Abenteuer Self-Publishing: Der erste Monat

Einen Monat ist mein Fantasy-Roman Königsfeuer nun als eBook exklusiv bei Amazon erhältlich. Konnten die Verkäufe meine Prognosen erfüllen? Was habe ich an PR+Marketing gemacht? Wie sehen die weiteren Pläne aus?

Abenteuer Self-Publishing
Teil 1: Warum? Teil 6: Veröffentlichung
Teil 2: Erwartungen Teil 7: Der erste Monat
Teil 3: Kalkulation Teil 8: Gratis-Aktion
Teil 4: Lektorat Teil 9: Print
Teil 5: Cover

Reden wir nicht um den heißen Brei herum: NEIN, die Verkaufszahlen von Königsfeuer konnten meine Prognosen nicht annähernd erfüllen.
Die Preisaktion zu Beginn lief schleppend, egal ob nun für 0,99 oder 1,99 Euro, insgesamt habe ich in der Aktion 25 eBooks abgesetzt und bei den niedrigen Preisen dann nur 40-80 Cent je Buch verdient. Anschließend setzte ich das Buch nach Ostern auf den anvisierten Normalpreis von 3,99 Euro. Seither kamen gerade mal 6 weitere Verkäufe hinzu. Die brachten zwar jeweils 2,28 Euro Einnahmen, aber der erste Monat hat die Verluste dennoch vergrößert. Vor allem, weil die gerade mal 1338 Seiten (bei 413 Seiten also knapp 3,2 Exemplare) die via Kindle Unlimited gelesen wurden nur ein paar Cent dazu brachten.

Denn nach Lektorat und Cover investierte ich zum Start auch in Marketing. Zwei Kampagnen bei Facebook (einmal das Posting zum Cover-Reveal und 1x das Preisangebot) ließ ich mir 25 Euro kosten. Dazu wollte ich eigentlich noch groß bei Amazon Werbung schalten, aber es erwies sich als gar nicht so einfach, Keywords zu finden, bei denen dann auch viele Leute klickten. So wurde die Anzeige zwar 56.500 Mal angezeigt, aber nur 119 Mal geklickt. Immerhin kostete das ganze nur knapp 5,50 Euro, generierte aber nur zwei der Verkäufe, noch dazu während der Preisaktion.

Insgesamt deckten die Einnahmen also nicht einmal diese Marketingkosten von knapp 30 Euro. Also alles eine einzige Katastrophe?

Nein. Denn die ersten Rezensionen machen mir Mut. Sowohl Blogger als auch die Teilnehmer der (erfreulich lebhaften) Leserunde bei Lovelybooks lobten das Buch durch die Bank. Bislang sind insgesamt fünf Rezensionen online und allesamt liegen bei 5 Sternen. Das macht mir viel Freude, Geld allein macht ja auch nicht glücklich 😉

Außerdem habe ich mich sehr über die Unterstützung einiger befreundeter Blogger gefreut, die zwar noch nicht die Zeit gefunden haben, das Buch zu rezensieren, aber das Buch (teils auf meine Bitte hin, teils aus eigenem Antrieb) auf ihren Seiten und Facebook-Profilen vorstellten. Vielen Dank nochmal dafür.

Also wird die Flinte noch nicht ins Korn geschmissen. Stand jetzt werde ich die Exklusivbindung an Amazon nach dem Pflichtzeitraum von 90 Tagen auslaufen lassen und das Buch dann auch für Tolino anbieten. Vielleicht läuft es ja dort besser? Gut, bis dahin sind es noch zwei Monate. Mal sehen was sich bis dahin tut.