Quintett Nummer 4 an Filmen/Serienstaffeln aus dem Apple.tv Angebot ist durch – und hat mit einer Ausnahme nicht eben dazu beigetragen, meinen Eindruck vom Angebot zu verbessern. Hier erfahrt ihr, warum …
Luck (5 von 10 Sternen)
Animationsfilm über ein 18jähriges Waisenmädchen, das vom Pech verfolgt ist, bis es einer sprechenden Glückskatze begegnet und deren Glückspenny findet.
Fängt eigentlich gut an, der weitere Verlauf mit quietschbunter Parallelwelt und den üblichen Problemen ist aber voller Klischees, die man schon zigmal gesehen hat. Dazu von der Qualität der Grafik, gerade der Figuren in der Glückswelt, weit von Pixar-Qualität entfernt. Für jüngere Kinder vielleicht ganz nett, für Erwachsene eher nichts.
The Fountain of Youth (2 von 10)
Ok, es gibt sie auch bei Apple.tv – Lustlos hingerotzte Big Budget-Action, bei der man den Eindruck hat, die meisten Szenen wurden im ersten Take durchgewunken, überwiegend vor Greenscreens gedreht und keiner hatte wirklich Spaß dabei. Alles sieht künstlich aus, die (durchaus namhaften) Schauspieler wie John Krasinski und Natalie Portman haben kein Timing für die Gags bzw nicht genug komödiantisches Talent, die Story ist selbst für so ein Archäologie-Abenteuer völlig hanebüchener Schwachsinn, hauptsache Geballer, Geprügel und Verfolgungsjagden an verschiedenen Orten auf der Welt. Die Rätsel werden hingegen viel zu schnell und/oder auf nicht nachvollziehbare Weise gelöst.
Was ist nur aus Regisseur Guy Ritchie geworden, der noch mit The Gentleman oder King Arthur großartiges Talent für skurille Charaktere und großartige Dialoge bewies? Hier (wie auch im unsäglichen Ministry of Ungentlemanly Warfare bei Prime) ist davon nichts mehr zu spüren. Guckt euch lieber Uncharted oder Indiana Jones an, selbst die schlechten Indys sind deutlich besser als dieser seelenlose Murks.
Causeway (6 von 10)
Afghanistan Veteranin versucht nach einer Kopfverletzung wieder im Leben Fuß zu fassen. Sehr ruhiges, nachdenkliches Drama über Posttraumatische-Belastungsstörung und Freundschaft, gut gespielt aber für ein aufwühlendes Drama schürft es nicht tief genug und hat ansonsten wenig Unterhaltungswert.
Slow Horses (Staffel 1) (8 von 10)
Hochgelobte Serie über eine Truppe abgeschriebener MI-5 Agenten, die gekonnt Spannung und Humor vermischt.
Nach Folge 1 fragte ich mich noch, was daran so toll sein soll. Am Ende von Folge 2 hatte mich die Serie aber am Haken und macht bis zum Ende von Folge 6 dann fast alles richtig. Witzige Losertruppe mit Herz, ein (wie fast immer) großartiger Gary Oldman in Hochform, spannend und topaktuell. Wirklich sehenswert.
The Banker (6 von 10)
Anthony Mackie (Captain America) als einer der ersten farbigen Immobilien-Spekulanten und Banker, der sich in den 50er/60er Jahren gegen den Rassismus zu behaupten versucht, indem er einen weißen Strohmann für seine Geschäfte vorschiebt – bis er auffliegt. Nach einer wahren Geschichte.
Ganz nette Mischung aus Rassismus-Drama und My Fair “Lady” (der ungehobelte Strohmann wird zum golfspielenden Banker ausgebildet), das dank Samuel L. Jackson auch was zum Lachen bietet. Für mich persönlich taugt ein millionenschwerer Immobilien-Magnat allerdings nur bedingt zum Helden.
Die Rezensionen zu den ersten 5 Filmen die ich auf Apple.tv gesehen habe, findet ihr hier!
